Leistbares Wohnen im mehrgeschossigen Holzbau 

Bauen für mehr Zugang zu Wohnraum 

Leistbares Wohnen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. In vielen Städten wächst der Bedarf an Wohnraum, während Flächen knapper werden und Anforderungen steigen. 

Mehrgeschossiger Holzbau kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Nicht als fertige Lösung, sondern als Bauweise, die ermöglicht, effizienter zu planen, präziser zu bauen und Ressourcen gezielter einzusetzen. 

Wir verstehen leistbares Wohnen nicht als eigenes Produkt. Es entsteht dort, wo Planung, Konstruktion und Umsetzung konsequent zusammen gedacht werden. Ein hoher Vorfertigungsgrad, klar strukturierte Abläufe und eine enge Abstimmung aller Beteiligten schaffen die Grundlage dafür. 

So entstehen Gebäude, die wirtschaftlich umsetzbar sind und gleichzeitig langfristige Qualität bieten. 

 

Beispiele aus der Praxis

Wie unterschiedlich Ansätze für leistbares Wohnen sein können, zeigen unsere Projekte.
Sie entstehen in verschiedenen Kontexten und für unterschiedliche Zielgruppen und haben doch eines gemeinsam: eine klare Struktur in Planung und Umsetzung.

Variowohnen, Bochum

Flexibler Wohnraum mit Zukunftsperspektive

Die Wohnanlage Variowohnen in Bochum entstand im Rahmen eines Förderprogramms mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Nutzergruppen zu schaffen.

Das Konzept basiert auf flexiblen Grundrissen, die sich über die Lebensdauer des Gebäudes anpassen lassen. So kann studentisches Wohnen künftig in andere Nutzungen überführt werden, etwa für Senioren oder gemeinschaftliche Wohnformen.

Durch den Einsatz vorgefertigter Außenwandelemente und klar strukturierter Bauprozesse konnte die Bauzeit deutlich reduziert werden. Das Projekt zeigt, wie sich Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sinnvoll verbinden lassen.

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B.R.I.O., Wien

Modulares Wohnen im urbanen Kontext

In Wien entsteht mit B.R.I.O. ein Wohnbauprojekt mit geförderten Wohnungen, das auf ein modulares und sozial durchmischtes Konzept setzt.

Unterschiedliche Wohnformen werden mit gemeinschaftlichen Nutzungen kombiniert. So entstehen Räume für Austausch und Alltag, die über das reine Wohnen hinausgehen.

Durch den hohen Vorfertigungsgrad und den Einsatz von Holz in der Tragstruktur lassen sich Bauzeit und Ressourcenverbrauch reduzieren. Das Projekt zeigt, wie sich leistbarer Wohnraum auch im dicht bebauten urbanen Umfeld realisieren lässt.

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Johannisgärten, Berlin

Großvolumiger Wohnbau mit klaren Prozessen

Mit den Johannisgärten entstand in Berlin ein neues Quartier mit rund 300 Wohnungen sowie ergänzender Infrastruktur.

Ein Teil der Gebäude wurde in Holz Hybridbauweise umgesetzt. Vorgefertigte Außenwandelemente ermöglichten eine effiziente Bauabwicklung und eine hohe Ausführungsqualität.

Das Projekt zeigt, wie sich auch im größeren Maßstab wirtschaftlicher Wohnraum schaffen lässt, wenn Planung und Umsetzung früh aufeinander abgestimmt sind.

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Student Village ETH, Zürich

Verdichtetes Wohnen für Studierende

Am Campus der ETH Zürich entstand ein Wohnheim für mehrere hundert Studierende, ergänzt durch gemeinschaftliche Nutzungen und Aufenthaltsbereiche. 

Trotz hoher technischer Anforderungen und komplexer Geometrien konnte durch Vorfertigung eine effiziente Umsetzung erreicht werden. 

Das Projekt zeigt, wie sich hohe Nutzungsdichte, Qualität und Wirtschaftlichkeit im studentischen Wohnen verbinden lassen. 

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Wohnhausanlage Ober-Grafendorf

Geförderter Wohnbau im regionalen Kontext

In Ober Grafendorf entstand eine Wohnanlage, die nachhaltigen Holzbau mit einem wirtschaftlichen Konzept verbindet. 

Die Kombination aus vorgefertigten Bauelementen und klar strukturierten Abläufen ermöglichte eine effiziente Umsetzung. Gleichzeitig bietet die Bauweise Flexibilität für unterschiedliche Nutzungsanforderungen. 

Das Projekt zeigt, wie sich leistbares Wohnen auch außerhalb großer Städte qualitätsvoll realisieren lässt. 

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Gästehaus Innsbruck 

Leistbarer Wohnraum mit hoher Aufenthaltsqualität

In Innsbruck entstand ein Gästehaus für Studierende und Lehrende, das leistbaren Wohnraum mit gemeinschaftlichen Angeboten verbindet. 

Neben den Wohneinheiten bietet das Gebäude Räume für Lernen, Austausch und Freizeit. Die Umsetzung erfolgte mit vorgefertigten Holzbauelementen, die eine schnelle und präzise Montage ermöglichten.

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Coliving-Residenz ECLA, Archamps 

Neues Wohnen im Bestand

In Archamps wurde ein ehemaliges Bürogebäude in eine Wohnanlage für Studierende und junge Berufstätige umgewandelt. 

Durch die Umnutzung bestehender Strukturen entsteht zusätzlicher Wohnraum, ohne neue Flächen zu beanspruchen. Vorgefertigte Holzbauelemente ermöglichen eine effiziente Umsetzung und verbessern gleichzeitig die energetische Qualität des Gebäudes. 

Das Projekt zeigt, wie leistbarer Wohnraum auch durch Weiterbauen im Bestand entstehen kann. 

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Was leistbares Wohnen möglich macht 

Leistbares Wohnen entsteht nicht durch einen einzelnen Faktor. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Planung, Bauweise und Umsetzung.

Dabei gilt: Je früher der Holzbau in den Planungsprozess eingebunden wird, desto größer ist das Potenzial, eine gewerkeübergreifende Werkplanung zu optimieren und den Vorfertigungsgrad maximal auszuschöpfen. Ein hoher Vorfertigungsgrad, reduzierte Schnittstellen und klar definierte Prozesse tragen dazu bei, Bauzeiten zu verkürzen und Kosten besser steuerbar zu machen. Gleichzeitig ermöglicht der Holzbau eine präzise Planung und flexible Lösungen für unterschiedliche Anforderungen.

So entstehen Gebäude, die nicht nur heute funktionieren, sondern auch langfristig Bestand haben.