

Sanierung Berufliche Schulen Korbach
Umbau im laufenden Betrieb - Raumgewinn durch vorgestellte Gebäudehülle
Ort:
Kasseler Straße, Korbach
Bauherr:
Eigenbetrieb Gebäudemanagement Landkreis Waldeck - Frankenberg
Architektur:
abj Architekt:innen GmbH, Hamburg
Tragwerksplaner:
Ingenieurbüro Nolte, Frankenberg
Größe Holzbau:
3.314 m² Wandelemente max. Elementgrößen 3,05 m x 7,20 m 1.527 m² Holz-Glas-Fassade. Fichtenprofile 60/200 mm mit Verglasungssystem RAICO (das entspricht 3.435 lfm Pfosten-Riegel-Konstruktion und 1445 lfm Aufdopplungen)
Baujahr:
2021
Das aus den 1970er Jahren stammende Schulgebäude der beruflichen Schulen des Landkreises Waldeck-Frankenberg wurde einer umfangreichen Sanierung unterzogen. Defekte Fenster und Türen, Brandschutzmängel, energetische Defizite, Schadstoffe und veraltete Raumstrukturen gehören nun der Vergangenheit an.
Statt dessen überzeugt das Bauwerk heute mit einer neuen kompletten Gebäudehülle, erneuerten Flachdächern sowie Sheddächern über den Werkstätten und einer vollständige Modernisierung der technischen Infrastruktur.
Mit einer neuen Lüftungsanlage, modernen Lichtkuppeln und einer angepassten Elektroinstallation entspricht das Gebäude mit einer Nutzungsfläche von ca. 9.350 m² den heutigen Anforderungen der Berufsschule.
Die vorgefertigte zweigeschossige Fassade aus Holzrahmenbauelementen und die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie z.B. Zinkgroßrauten und Trespa Platten sorgen für ein freundliches und modernes Erscheinungsbild.
Die energetische Sanierung und die nachhaltige, hochwertige Materialwahl tragen zur Langlebigkeit und Effizienz des Schulgebäudes bei.
Das neue Raumkonzept fördert Gemeinschaft und Austausch. Offene Lernzonen, viele Licht- und Sichtbeziehungen bieten eine hohe Aufenthaltsqualität und ermöglichen die Umsetzung neuer pädagogischer Konzepte.
Das Architekturbüro schätzte insbesondere den hohen Vorfertigungsgrad der Außenwandelemente. Das von Rubner entwickelte Elementierungskonzept versicherte eine hohe Ausführungsqualität und verkürzte die Bauzeit erheblich – besonders relevant, da die Baumaßnahme in sechs Bauabschnitten während des laufenden Schulbetriebs und unter Berücksichtigung auf die beschränkten Auslagerungsmöglichkeiten umgesetzt werden musste.
Die Pfosten-Riegel-Konstruktion wurde bereits im Werk in die Wandelemente integriert.
Der Transport der Elemente erfolgte liegend bis zur Baustelle. Dort konnten die Elemente per Stapler auf einen Vormontage-Platz bewegt werden. Die Elemente wurden aufgerichtet und auf A-Böcken stehend mit Glas und Fenstern komplettiert und mit Mobilkränen schließlich montiert.
Bauen im Bestand bringt projektspezifische Herausforderungen mit sich, auf die wir individuell reagieren mussten. Zum Beispiel das Schließen der vielen Konstruktionsöffnungen der Stahlbeton-Struktur vor Ort mit aufwändigen Abklebungen oder Eckverglasungen. Und die Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb, teilweise mit Unterbrechungen bei Prüfungsterminen.
Haargenaue Aufmaßarbeiten sind die unbedingte Grundlage für die Fassadenplanung. Unsere detaillierte Konstruktionsplanung der Außenwandelemente mit integrierten Pfosten-Riegel-Profilen lies im Werk dann individuell angepasste, maximal vorgefertigte Bauteile in Schreinerqualität entstehen.











