

Heinrich-Hoffmann-Schule in Darmstadt
Nachhaltiges Baukonzept für angenehmes Lernen
Ort:
Darmstadt, Hessen (DE)
Bauherr/Auftraggeber:
Wissenschaftsstadt Darmstadt (DE)
Architektur:
v-architekten, Köln (DE) – Entwurf; Blumenstein + Architekten GmbH, Darmstadt (DE) – Ausschreibung
Tragwerksplanung:
KREBS + KIEFER GmbH, Darmstadt (DE)
Ausführendes Unternehmen:
Rubner Ingenieurholzbau
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Rubner Ingenieurholzbau mit der Realisierung der Holzbauarbeiten eines Holz-Hybridbaus für die neue Heinrich-Hoffmann-Schule im Stadtzentrum beauftragt. Der Entwurf von v-architekten aus Köln und die Planung der Blumenstein + Architekten GmbH aus Darmstadt sahen dabei drei Kuben vor: eine Grundschule, eine KiTa und eine Turnhalle. Die Tragwerksplanung stammt von der KREBS + KIEFER GmbH aus Darmstadt.

Bei diesem Projekt wurden die Gebäude der Grundschule und der Kindertagesstätte in Stahlbetonskelettbauweise mit Holztafelbau-Außenwänden realisiert – beide verfügen über ein innenliegendes, großzügiges Atrium, wobei die KiTa drei Stockwerke und die Grundschule vier Stockwerke zählt. Insgesamt kamen bei den zwei Baukörpern 2.070 m2 vorgefertigte Holztafelbau-Wand- und Bekleidungselemente sowie 876 m² Holz-Glas-Fassaden mit 589 m2 Holz-Alu-Fenstern für eine energiesparende und moderne Gebäudehülle zum Einsatz. Der dritte Baukörper, die großflächige Sporthalle, wurde in Holzmassivbauweise mit einem Tragwerk aus 80 m³ BauBuche-Furnierschichtholz und 1.087 m² Brettsperrholz-Elementen für Wände und Decken gefertigt. Ein Beispiel für eine variantenreiche Werk- und Montageplanung, die optimiert auf die individuellen architektonischen Bedürfnisse dieses Ensembles eingeht.
Das Gebäudeensemble im Zentrum von Darmstadt wird von denkmalgeschützten Bauwerken, darunter auch die Stadtmauer, umgeben.
Die drei Kuben liegen im direkten Blickfeld zueinander und sind durch Wege miteinander und mit der umliegenden Bebauung verbunden: Der grüne Schulhof in der Mitte ist für die Mehrfachnutzung sowohl als Pausenhof als auch als öffentliche Spielfläche für Anwohnerinnen und Anwohner gedacht.
Das Energiekonzept der Bildungsinfrastruktur ist zudem auf einen nachhaltigen Betrieb ausgelegt: Die Klimaziele werden durch den Holzbau, die Dachbegrünungen mit Regenwasserspeicherung und Photovoltaikanlagen sowie die Begrünung der Stützmauern für den tiefer gelegten Schulhof erreicht.
Auf Basis thermischer Simulationen wurde ein Kühlkonzept entwickelt, das es erlaubt sommerliche Hitze über Nacht über das Dach des Atriums ausströmen zu lassen, während im Erdgeschoss kühle Außenluft nachfließt.








