

Stadio del Nuoto di Taranto Torre d’Ayala
Ein neues Schwimmstadion für die Mittelmeerspiele 2026
Ort:
Taranto, Italien
Auftraggeber & Generalunternehmer:
Ferraro Spa
Architektur:
Sportium
Tragwerksplanung:
SCE Project
Ausführungszeitraum Holzbau:
November 2025 bis März 2026
Projekt in Zahlen
ca. 12.000 m² Gesamtfläche, ca. 3.800 m² Dachfläche, 860 m³ Brettschichtholz, 342 m³ Brettsperrholz (CLT), 26 doppelt gekrümmte Hauptträger, Trägerlängen bis 51,80 m, ca. 19,5 t Gewicht pro Hauptträger, 11.500 kg Stahlverbindungen, zwei olympische Schwimmbecken, rund 2.000 Zuschauerplätze
Ein Ort für Spitzensport und Gemeinschaft
Mit dem neuen Stadio del Nuoto erhält Taranto eine Sportstätte von internationalem Format. Entstanden für die Giochi del Mediterraneo 2026, wird das Stadion Athletinnen und Athleten aus dem gesamten Mittelmeerraum willkommen heißen. Gleichzeitig wurde es von Beginn an so konzipiert, dass es der Stadt auch weit über die Spiele hinaus erhalten bleibt.
Auf rund 12.000 m² entstehen zwei olympische Schwimmbecken, eines im Innenbereich und eines im Freien. Ergänzt wird die Anlage durch Tribünen, medizinische Einrichtungen, Fitnessbereiche sowie Räume für Training und Freizeit. So entsteht ein Ort, der internationalen Spitzensport ermöglicht und gleichzeitig das ganze Jahr über Raum für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft bietet.

Eine Dachlandschaft aus Holz
Schon auf den ersten Blick prägt die markante Dachkonstruktion das Erscheinungsbild des Stadions. Mit ihrer doppelt gekrümmten Form verleiht sie dem Gebäude eine unverwechselbare Silhouette und verbindet architektonischen Anspruch mit konstruktiver Leistungsfähigkeit.
Inspiriert von den historischen Bastionen Tarantos interpretiert die Architektur die Identität des Ortes auf zeitgemäße Weise. Holz spielt dabei eine zentrale Rolle. Als nachwachsender Baustoff unterstützt es nicht nur die nachhaltige Ausrichtung des Projekts, sondern schafft gleichzeitig eine leichte und leistungsfähige Konstruktion. Das Stadion erfüllt die Anforderungen der italienischen CAM-2022-Richtlinien und orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
Präzision bis zum letzten Träger
Für die Dachkonstruktion übernahmen wir die Planung, Produktion, Lieferung und Montage der gesamten Holzkonstruktion.
Zum Einsatz kamen 860 m³ Brettschichtholz, 342 m³ Brettsperrholz (CLT) und 11.500 kg Stahlverbindungen. Insgesamt tragen 26 doppelt gekrümmte Brettschichtholzträger die rund 3.800 m² große Dachfläche. Die größten von ihnen sind 51,80 Meter lang und wiegen rund 19,5 Tonnen.
Jeder Hauptträger wurde zunächst am Boden aus zwei Bauteilen zusammengesetzt und anschließend mit einem 750-Tonnen-Kran millimetergenau an seine endgültige Position gehoben. Schritt für Schritt entstand so die markante Dachlandschaft, die heute das architektonische Herzstück des Stadions bildet.
Bauen direkt am Meer
Die unmittelbare Lage an der Küste stellte besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Wind, salzhaltige Luft und hohe Luftfeuchtigkeit mussten von Beginn an mitgedacht werden.
Gleichzeitig verlangten die Größe der Bauteile, mehrere parallel laufende Gewerke und begrenzte Platzverhältnisse auf der Baustelle eine präzise Abstimmung aller Abläufe. Genau hier zeigte sich die Stärke einer sorgfältigen Planung und eines hohen Vorfertigungsgrades. Produktion, Transport und Montage griffen nahtlos ineinander und ermöglichten eine effiziente Umsetzung selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.
Leistungen im Überblick
- Planung der Holzdachkonstruktion
- Produktion der Brettschichtholzträger
- Produktion der CLT-Dachplatten
- Lieferung der Bauteile
- Montage der kompletten Dachkonstruktion
Ein Ort mit Zukunft
Mit dem Stadio del Nuoto Taranto ist mehr entstanden als eine Sportstätte für ein internationales Großereignis. Das Projekt zeigt, wie anspruchsvolle Architektur, nachhaltige Materialien und präziser Ingenieurholzbau zu einer langlebigen Lösung zusammenfinden können.
Für uns steht das Stadion exemplarisch für das Potenzial moderner Holzkonstruktionen: technisch anspruchsvoll, architektonisch prägend und bis ins Detail durchdacht. So entsteht ein Ort, der internationale Wettkämpfe ermöglicht und gleichzeitig langfristig Raum für Training, Begegnung und Gemeinschaft schafft.












