Eine neue „Heimstatt" für holzius

Holzbau für den neuen Firmensitz in Laas

Ort:

Oris-Laas, Vinschgau (I)

Bauherr:

holzius GmbH

Architektur:

Jürgen Wallnöfer

Tragwerksplanung:

Dr.-Ing. Wolfgang Oberdörfer / Studio di Ingegneria Bauteam

Ausführendes Unternehmen:

Rubner Ingenieurholzbau Brixen, (IT)

Nach Jahren des Wachstums hatte der bisherige Firmensitz des Unternehmens der Rubner-Gruppe, holzius in Prad am Stilfserjoch, seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Der neue Firmensitz in Laas im Vinschgau wurde daher mit dem Ziel errichtet, die Effizienz zu steigern und eine einzigartige, einladende Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeitenden zu schaffen. Der Name „Heimstatt” ist eine Kombination aus „Heim” und „Werkstatt”. Das neue Werk entspricht somit dem wachsenden Bedarf an Produktions-, Logistik- und Verwaltungsflächen sowie der Bauphilosophie von holzius. Mit der Errichtung der Holzkonstruktion wurde Rubner Ingenieurholzbau Brixen (IT) beauftragt.

Auf einer Gesamtfläche von rund 15.000 m² wurden eine Produktionshalle mit einer Fläche von rund 4.000 m² und ein Lager mit einer Fläche von rund 2.000 m² errichtet. Das vom Architekten Jürgen Wallnöfer entworfene Gebäude, die von Dr.-Ing. Wolfgang Oberdörfer gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Bauteam betreute Tragwerksplanung sowie die Produktionsprozesse mit der dazugehörigen Materialauswahl waren bereits von der ersten Planungsphase an eng miteinander verflochten: Die „Heimstatt“ präsentiert sich als realer Showroom, in dem Kunden und Planer die Baulösungen von holzius direkt vor Ort, in der Anwendung und im Betrieb erleben können.

Für dieses Projekt wurden insgesamt 1.150 m³ Brettschichtholz für die Tragkonstruktion und die Fassaden verwendet. Das Herzstück des Bauwerks bilden etwa 25 Meter lange Brettschichtholzbalken in Fischbauchform, die das Dach der Halle tragen. Die Hauptkonstruktion des Daches ruht auf vorgefertigten Betonpfeilern, während alle sekundären Elemente sowie die Dachdeckung selbst aus Holz gefertigt wurden. Die Kombination aus Brettschichtholz, den Massivbauweisen von holzius sowie Fassaden- und Raumtrennelementen aus Holz ergibt ein einheitliches Gesamtkonzept, in dem Struktur und Materialien miteinander in Dialog treten.

Auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stellt die „Heimstatt“ eine technologische Innovation dar, die der zeitgemäßen Vision von Nachhaltigkeit entspricht: Sie wurde so konzipiert, dass die verwendeten Materialien am Ende ihres Lebenszyklus getrennt und wiederverwendet werden können. Eine in das Dach und die Südfassade integrierte Photovoltaikanlage deckt zudem den Energiebedarf des Werks, während die bei der Holzverarbeitung anfallenden Späne zur Befeuerung der betriebseigenen Heizungsanlage genutzt werden.

Im Januar 2024 bezog holzius das neue Werk. Für uns, Rubner Ingenieurholzbau Brixen, bedeutete die Mitwirkung am Bau des neuen holzius-Standorts, gemeinsam mit einem Unternehmen der Gruppe ein Projekt zu verwirklichen, das eine gemeinsame Vision des Holzbaus konkret umsetzt: fortschrittlich, kreislauffähig und ressourcenschonend.

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