Mehrgeschossiger Holzbau: individuell, effizient, erfahren.

Hoch hinaus mit Holz

Städte verdichten sich, Flächen werden knapper und die Anforderungen an Gebäude steigen. Wohnraum, Bildungsbauten und moderne Arbeitswelten müssen auf begrenztem Raum entstehen, effizient, nachhaltig und architektonisch überzeugend.

Holzbau eröffnet dafür neue Möglichkeiten. Gerade im urbanen Kontext zeigt sich, wie leistungsfähig diese Bauweise heute ist. Präzise geplant, industriell vorgefertigt und effizient umgesetzt.

Bauen in der Stadt bedeutet jedoch auch komplexe Rahmenbedingungen. Enge Grundstücke, wenig Lagerfläche, kurze Bauzeiten und ein hoher Abstimmungsbedarf verlangen nach klar strukturierten Prozessen. Genau hier liegt die Stärke des Holzbaus, wenn Material, Planung und Ablauf von Anfang an zusammen gedacht werden.

Was Holzbau im urbanen Raum auszeichnet

Im urbanen Kontext geht es nicht nur um das Tragwerk, sondern um das Zusammenspiel aller Projektfaktoren.

Holz ermöglicht durch den hohen Vorfertigungsgrad eine präzise und planbare Umsetzung. Bauteile werden unter kontrollierten Bedingungen gefertigt und montagefertig auf die Baustelle geliefert. Das reduziert Bauzeiten, schafft Klarheit im Ablauf und entlastet das Umfeld.

Gleichzeitig erlaubt die Bauweise schlanke Konstruktionen und ein geringes Eigengewicht. Das schafft Vorteile bei Nachverdichtung, Aufstockungen oder Projekten im Bestand, überall dort, wo Platz und Tragreserven begrenzt sind.

Technische Anforderungen im Stadtkontext

Urbanes Bauen stellt hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Grundstücke sind oft eng, Zufahrten eingeschränkt und Montageflächen begrenzt. Daraus ergeben sich klare Anforderungen an Bauteilgrößen, Logistik und Bauabläufe.

Hinzu kommen Themen wie Brandschutz, Schallschutz und Bauphysik. Diese müssen früh gemeinsam gedacht werden, da sie sich direkt auf Konstruktion und Ausführung auswirken.

Ein strukturierter Planungsprozess ist daher entscheidend, besonders dann, wenn Vorfertigung und Montage eng ineinandergreifen.

Planung und Umsetzung

Die Qualität eines Projekts entsteht in der frühen Phase. Aus unserer Erfahrung zeigt sich, wie wichtig es ist, die Logik des Holzbaus von Beginn an mitzudenken.

Standort, Transportwege, Kranpositionen und Montageabfolgen definieren die Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend werden Tragwerk, Bauphysik und Ausführung abgestimmt.

Je klarer diese Prozesse definiert sind, desto effizienter und sicherer lässt sich ein Projekt umsetzen, insbesondere im urbanen Raum mit seinen engen Randbedingungen.

Wirtschaftlichkeit im Projektkontext

Holzbau ist im urbanen Raum dann wirtschaftlich, wenn der gesamte Prozess betrachtet wird.

Kurze Bauzeiten, planbare Abläufe und eine reduzierte Belastung der Baustelle können klare Vorteile bringen. Das gilt besonders bei Projekten mit komplexen Rahmenbedingungen oder im Bestand.

Voraussetzung dafür ist eine frühe Systementscheidung und eine durchgängige Planung. So entstehen Lösungen, die nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugen.

Typische Risiken in urbanen Projekten

Viele Herausforderungen im urbanen Holzbau entstehen nicht aus dem Material selbst, sondern aus der Art, wie Projekte gedacht und strukturiert werden.

Ein häufiger Punkt ist die zu späte Einbindung des Holzbaus in die Planung. Wenn das System erst konkretisiert wird, nachdem grundlegende Entscheidungen zu Geometrie, Struktur oder Bauablauf bereits getroffen sind, lassen sich viele Vorteile nicht mehr vollständig nutzen.

Ebenso kritisch ist eine isolierte Betrachtung einzelner Anforderungen. Tragwerk, Brandschutz, Schallschutz und Logistik müssen von Beginn an zusammen gedacht werden. Gerade im urbanen Kontext führen getrennte Ansätze schnell zu Widersprüchen in der Ausführung.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Baustellenlogistik. Enge Zufahrten, begrenzte Lagerflächen und anspruchsvolle Montagebedingungen werden in frühen Projektphasen oft zu allgemein betrachtet. In der Umsetzung wirken sich diese Punkte jedoch direkt auf Abläufe, Kosten und Termine aus.

In der Praxis zeigen sich dabei immer wieder ähnliche Muster:

  • zu späte Systementscheidung
  • fehlende integrale Planung
  • unterschätzte Baustellenlogistik
  • unklare Schnittstellen
  • zu allgemeine Annahmen zum Projektablauf

Genau deshalb ist es entscheidend, urbane Holzbauprojekte nicht nur konstruktiv, sondern immer auch prozessual zu denken.

FAQ´s

Wann ist Holzbau im urbanen Raum sinnvoll?

Vor allem bei Projekten mit wenig Platz, kurzen Bauzeiten oder komplexer Baustellenlogistik. Holz ermöglicht eine präzise Planung und effiziente Abläufe.

Ist Holzbau für mehrgeschossige Gebäude geeignet?

Ja. Mehrgeschossiger Holzbau ist heute Stand der Technik und wird in unterschiedlichen Gebäudetypen erfolgreich umgesetzt.

Ist Holzbau brandsicher?

Ja. Moderne Holzbaukonstruktionen erfüllen alle Anforderungen an den Brandschutz und werden entsprechend geplant und geprüft.

Ist Holzbau teurer als konventionelles Bauen?

Nicht zwingend. Durch Vorfertigung und schnellere Bauzeiten können wirtschaftliche Vorteile entstehen, besonders im Gesamtprojekt.

Welche Vorteile hat Vorfertigung im Holzbau?

Vorfertigung sorgt für hohe Qualität, planbare Abläufe und kürzere Bauzeiten. Das ist besonders im urbanen Kontext ein großer Vorteil.

Eignet sich Holzbau für Aufstockungen oder Bauen im Bestand?

Ja. Durch das geringe Eigengewicht ist Holz besonders gut für Erweiterungen bestehender Gebäude geeignet.

Herausforderndes Projekt?
Dann sprechen wir die gleiche Sprache.

Mehrgeschossiger Holzbau erfordert Erfahrung. Denn je höher das Gebäude, desto höher die Anforderungen: an die Statik, an die Montage, an die Logistik – aber auch an die Planung.

Deshalb denken wir integrativ: Wir unterstützen Architekt:innen und Planer:innen von Anfang an. Wir denken in Transportwegen, Montagefolgen, Schnittstellenreduktion und Taktplanung. Und wir wissen: Jedes Detail zählt. Gerade in urbanen Situationen mit wenig Lagerfläche, hohem Verkehr und engem Zeitplan.

Wer uns früh einbindet, profitiert von durchdachten Abläufen, optimierten Schnittstellen – und deutlich mehr Planungssicherheit.

Denn gerade bei anspruchsvollen Projekten zeigt sich: Eine vorausschauende Planung entscheidet über den Erfolg.

 

Unser Leistungsumfang reicht von fundierter Beratung über Ingenieursleistung und Detailentwicklung in der Planungsphase bis hin zur produktspezifischen Produktions- und Montageplanung sowie zur gewerkeübergreifenden Koordination auf der Baustelle.

Dank unserer Fertigungskapazitäten von über 250.000 m² Dach-, Decken- und Wandelementen jährlich und der hohen Qualitätssicherung durch industrielle Vorfertigung lassen sich auch große und komplexe Bauvolumen zuverlässig, effizient und termingerecht umsetzen.

Das ist kein Zusatz – das ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Denn Holzbau funktioniert dann am besten, wenn die Logik des Materials von Beginn an mitgedacht wird. So entstehen Lösungen, die nicht nur technisch durchdacht, sondern auch gestalterisch überzeugend sind.

Projekte, die zeigen, was Holz kann

Unsere Referenzen zeigen, wie vielseitig und leistungsfähig mehrgeschossiger Holzbau heute ist – in ganz unterschiedlichen Maßstäben, Bauaufgaben und urbanen Kontexten.

 

Mit ROOTS in Hamburg entstand Deutschlands aktuell höchstes Holzgebäude: 72 Meter, 20 Geschosse, davon 16 in Holzbauweise. Die hochbelastbaren Innenwände, Decken und Fassadenelemente aus über 5.500 m³ Holz wurden großformatig vorgefertigt und vor Ort millimetergenau montiert. Eine zweite Glasfassade schützt die Holzkonstruktion dauerhaft – ein starkes Beispiel für technische Präzision im urbanen Hochbau.

 

 

 

Auch im Hochschulbau überzeugt Holz: Der sechsgeschossige Waldcampus Aalen kombiniert ein leistungsfähiges Holztragwerk mit Holz-Beton-Verbunddecken mit klarer architektonischer Haltung. Reduzierte Baufeuchte, schnelle Montage und hohe Aufenthaltsqualität machen das Projekt zu einem Vorbild für funktionalen Bildungsbau.

 

 

 

Die Technische Universität Nürnberg (Cube One) wurde als  mehrgeschossiger Holzbau rund um betonierte Erschließungskerne realisiert – rund 1.500 m³ Holz in vorgefertigten Decken-, Dach- und Wandelementen. Das flexible Raumkonzept ist auf zukünftige Forschungs- und Lehrbedarfe ausgelegt. Zwei begrünte Fassaden und ein PV-System unterstreichen den ganzheitlich nachhaltigen Ansatz.

 

 

 

Im Wohnbau zeigt die Wohnhausanlage Ober-Grafendorf in Niederösterreich, wie leistbares Wohnen und architektonischer Anspruch zusammengehen: Vier Baukörper in modularer Holzbauweise wurden an einen L-förmigen Betonkern angedockt – ergänzt durch vorgefertigte Fassadenelemente mit integrierter Dämmung, Fenstern und Holzverkleidung.

 

 

 

Ein weiteres Beispiel für urbanen Holzwohnungsbau ist die Residenza Emilia in Parma. Ursprünglich konventionell geplant, wurde sie vollständig in Holzbauweise realisiert – mit fünf oberirdischen Geschossen und 50 Wohneinheiten. Die tragende Struktur aus  Brettsperrholz (CLT)  wurde  in nur sechs Monaten montiert – inklusive anspruchsvoller technischer Details wie Balkondämmung und gläserner Brüstung.

 

 

 

 

Mit dem Projekt New G in Paris entstand  ein zukunftsweisendes Ensemble aus drei Gebäuden mit insgesamt zwölf Etagen. Die Tragstruktur besteht aus Brettschichtholz, ergänzt durch Holz-Beton-Verbunddecken und eine direkt integrierte Holzrahmenfassade. Gemeinschaftsflächen wie Dachkino, Sporthalle und Bibliothek fördern soziale Interaktion – ein mutiger Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtraumgestaltung.

 

 

 

Wo Zukunft Form annimmt

Mehrgeschossiger Holzbau zeigt seine Stärken besonders dort, wo andere Bauweisen an Grenzen stoßen, in gewachsenen Stadtstrukturen, bei Nachverdichtung oder auf engem Raum.

Gleichzeitig entwickelt sich die Bauweise stetig weiter. Modulare Ansätze, serielle Prozesse und neue Konzepte für zirkuläres Bauen gewinnen an Bedeutung.

Es geht dabei nicht nur um Technik, sondern auch um die Frage, wie wir unsere Städte weiterdenken.

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