Salz­lager­halle Donau­wörth

Ästhetische Funktionalität

Ort:

Donauwörth Berg

Bauherr:

Freistaat Bayern vertreten durch das Staatliche Bauamt, Augsburg

Architektur:

Staatliches Bauamt, Augsburg (D)

Tragwerksplanung:

Ing.Büro Dr. Thomas Gollwitzer, München (D)

Größe Holzbau:

780 m² Dachelemente | 450 m² Wandelemente

In Donauwörth wurde eine neue Salzlagerhalle mit einem ausladenden Geräteunterstelldach erbaut. Sie überzeugt nicht nur in puncto Ästhetik und Design, sondern auch mit ihren hervorragenden funktionalen Eigenschaften. Durch einen als Fahrtrog ausgebildeten Betonsockel, der sich mit halber Hallenhöhe in einem Hang befindet, wird der Baukörper harmonisch in das natürliche Umfeld eingegliedert.

Außen sorgt eine verkohlte, witterungsbeständige und wartungsfreie Lärchenschalung von 450 m² für einen minimalen Pflege- und Instandhaltungsaufwand, innen übernimmt diese Aufgabe die Tatsache, dass Holz klimaresistent ist. Alle Flächen, die mit Salz in Berührung kommen, sind aus Holz.

Rubner verantwortete die Planung, Vorfertigung und Montage der Dach- und Wandelemente und der Aussteifungskonstruktion der Knotenpunkte. Die Holzkonstruktion besteht aus verklebten Rippenelementen für Dach und Wand und besitzt eine Dacheindeckung aus Eternit-Wellplatten. Im Zuge der Projektrealisierung wurden 

  • 780 m² Dachelemente als KVH-Rippenplatte, 
  • 64 Wandbauteile mit einer Breite von 1,25 m und einer Länge von 4,30 m und
  • 20 Giebelbauteile verarbeitet. 

128 Dreiecksplatten aus Furnierschichtholz steifen die Knotenpunkte aus. Bei einem Gesamtmaß von 12,5 m x 40 m besitzt der Baukörper eine Firsthöhe von 9,8 m, woraus sich das enorme Fassungsvermögen von 2.300 m³ Salz ergibt. Bemerkenswert war vor allem die kurze Umsetzungszeit, die von der Auftragserteilung bis zur Fertigstellung der Holzbauarbeiten knapp etwas mehr als 3 Monate in Anspruch nahm. 

Das Projekt wurde 2014 fertiggestellt.