WKI Forschungszentrum ZeluBa

Fraunhofer WKI Braunschweig

Das "Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten" ZELUBA® vom Fraunhofer WKI und der TU Braunschweig stellt mit seinem Neubau verschiedene zukunftsfähige Holzbauweisen auf die Probe.

Der Neubau mit einer Gesamtnutzfläche von rund 1.700 m² Nutzfläche wird den gleichnamigen Fachbereich ZELUBA® des Fraunhofer WKI beherbergen.

Die Prüffeldhalle mit Erdbebenprüfstand und ein mehrgeschossiges Labor- und Bürogebäude sind als effiziente Holzbauten konstruiert und über einen als Foyer genutzten Verbindungsbau aus filigranem Stahlbeton mit Glas verbunden.

Informationen zum Projekt

Ort Braunschweig

Fertigstellung 2019 (Holzbau) gesamt: Ende 2020

Bauherr Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München (DE)

Architektur ARGE ZELUBA [Architekten DGI Bauwerk/schneider+schumacher]

Tragwerksplanung osd GmbH – office for structural design – Frankfurt a.M (DE)

Prüffeldhalle

Die 19,80 m breite und 42 m lange Prüfhalle ist 9,90 m hoch und als Brettschichtholzkonstruktion konzeptioniert. Auf eingespannten BSH-Stützen (24/80 cm) im Raster von 2,80 m  liegen 19,20 m lange Satteldachbinder (24/95 - 130 cm). Die Halle beherbergt neben einer Kranbahn einen Erdbebenprüfstand für die Untersuchung an skalierten Modellen und wird für Tests der bauphysikalischen und mechanischen Eigenschaften der vom WKI entwickelten Hybrid- und Leichtbaukonstruktionen genutzt.

Die Massen der Holzbausysteme summieren sich auf:

  • 123 m³ Brettschichtholz
  • 1.590 m²  Kerto-Furnierschichtholz
  • 737 m²  Elemente

Büro- und Laborgebäude

Zwei Stahlbetontürme an den Kopfenden des 14,50 m breiten und rund 46 m langen Labor- und Bürogebäudes dienen der vertikalen Erschließung, erfüllen Brandschutzaufgaben (F90) und sorgen für die Aussteifung des Holzskeletts, das über eine Länge von 30 m dazwischen eingefügt ist. 

Im ersten Stock des dreigeschossigen Büro- und Labortrakts werden sensible Messinstrumente betrieben. Damit diese nicht durch sich bewegende Menschen in Schwingung geraten, musste die Geschossdecke über dem Erdgeschoss besonders schwer sein, was mit einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion mit Filigranbetondecken auf Holzbalken gelöst wurde. Konstruktiv gleich, nur etwas schlanker dimensioniert, funktioniert die Decke über dem Obergeschoss, während die Dachdecke im zweiten Stock eine Holzbalkenkonstruktion ist. 

Zehn Meter lange, werksseitig vorgefertigte Außenwandelemente in Holzrahmenbauweise inklusive fertigem Wandaufbau und Fenstern erlauben ein schnelles Schließen der  Gebäudehülle und einen zügigen Baufortschritt.  

Für den Laborriegel wurden Bausysteme in folgendem Umfang von uns geplant, gefertigt, geliefert und verbaut:

  • 119 m³ Brettschichtholztragwerk
  • 840 m² Holz-Beton-Verbunddecke
  • 868 m² Wandelemente mit eingebauten Fenstern
  • 1.114 m² Schalungselemente