
Holzbau für
Generalunternehmen
Gemeinsam planen. Sicher umsetzen.
Als Generalunternehmer müssen Sie das Ganze im Blick behalten. Kosten und Termine, Qualität und Ausführung, unterschiedliche Gewerke und die vielen Schnittstellen dazwischen.
Holzbau eröffnet dabei neue Möglichkeiten. Hohe Vorfertigungsgrade, digitale Planungsprozesse und modulare oder serielle Bauweisen können dazu beitragen, Abläufe effizienter zu gestalten und Bauzeiten zu verkürzen. Damit diese Vorteile im Gesamtprojekt tatsächlich zum Tragen kommen, sollte der Holzbau früh mitgedacht werden. Genau hier setzen wir an.
Wir bringen unsere Expertise im Ingenieurholzbau bereits in der Angebots- und Planungsphase ein und entwickeln gemeinsam Lösungen, die konstruktiv funktionieren und gleichzeitig auf Fertigung, Logistik und Montage abgestimmt sind.
Dabei endet unsere Arbeit nicht zwangsläufig beim klassischen Holzbau. Wo es für das Projekt sinnvoll ist, bündeln wir angrenzende Leistungen und verlagern möglichst viele Arbeitsschritte ins Werk. So wird Holzbau zu einem planbaren Teil des Gesamtprojekts.
Früh einbinden, gemeinsam weiterdenken
Viele Entscheidungen, die später über Kosten, Termine und Ausführungsqualität mitentscheiden, fallen lange bevor das erste Holzelement auf der Baustelle ankommt.
Eine frühe Zusammenarbeit schafft deshalb die Möglichkeit, Konstruktionen bereits in der Beratung, Projektplanung oder Angebotsphase gemeinsam zu betrachten. Schnittstellen können definiert, Details abgestimmt und Lösungen früh auf Fertigung und Montage ausgerichtet werden.
Das ist besonders dort entscheidend, wo Terminpläne eng, Projektvolumen groß oder konstruktive Anforderungen komplex sind.
Wir verstehen diese Zusammenarbeit als Partnerschaft:
Der Generalunternehmer behält das Gesamtprojekt im Blick. Wir bringen die Tiefe im Ingenieurholzbau ein. Gemeinsam entsteht eine Lösung, die beide Perspektiven berücksichtigt.
Erweiterter Holzbau: Leistungen sinnvoll bündeln
Je mehr Gewerke zusammenkommen, desto wichtiger werden die Schnittstellen zwischen ihnen.
Deshalb betrachten wir den Holzbau nicht isoliert. Gerade bei Gebäudehüllen denken wir über den klassischen Holzbau hinaus. Rohbau, Ausbau, Fassade und Vorfertigung werden dort zusammengedacht, wo es für Konstruktion und Bauablauf sinnvoll ist.
Je nach Projekt können dabei beispielsweise Stahlbau, Dach, Fenster und Außentüren, Sonnenschutz, Verglasungen oder Fassadenleistungen in ein erweitertes Holzbaupaket einbezogen werden.
Entscheidend ist nicht, möglichst viele Leistungen zu bündeln. Sondern genau diejenigen, die konstruktiv und im Bauablauf sinnvoll zusammengehören.
Für den Generalunternehmer bedeutet das: weniger einzeln zu koordinierende Schnittstellen und klare Verantwortlichkeiten innerhalb eines definierten Leistungspakets.
Maximale Vorfertigung beginnt mit Planung
Was auf der Baustelle schnell gehen soll, muss vorher präzise geplant sein.
Die durchgängige digitale 3D-Planung bildet die Grundlage für unsere Werkstatt- und Montageplanung. So können Bauteile präzise gefertigt, Schnittstellen früh abgestimmt und möglichst viele Arbeitsschritte unter kontrollierten Bedingungen im Werk ausgeführt werden.
Je nach Projekt lassen sich Holzelemente bereits vor der Anlieferung mit weiteren Komponenten und Funktionen ausstatten.
Damit verlagert sich ein Teil der Komplexität von der Baustelle in einen planbaren Fertigungsprozess. Vor Ort kommt zusammen, was vorher präzise vorbereitet und aufeinander abgestimmt wurde.
Holz-Hybridbau: Materialien sinnvoll verbinden
Holzbau bedeutet für uns nicht, jedes Bauteil aus Holz zu planen.
Gerade bei größeren und komplexeren Gebäuden entstehen leistungsfähige Lösungen häufig im Zusammenspiel mit Beton und Stahl. Dabei übernimmt jedes Material die Aufgaben, für die es konstruktiv sinnvoll eingesetzt werden kann.
Für Generalunternehmer ist vor allem entscheidend, dass diese Systeme nicht unabhängig voneinander geplant werden. Übergänge zum Beton- und Rohbau müssen früh definiert und konstruktiv sauber gelöst sein.
Holz kann dabei insbesondere durch sein geringes Eigengewicht und den hohen Vorfertigungsgrad Vorteile bieten. Das macht die Bauweise auch für Aufgaben wie Nachverdichtungen und Aufstockungen interessant.
Nicht das Material allein entscheidet über den Projekterfolg, sondern sein sinnvoll geplanter Einsatz im Gesamtsystem.
Bauzeit wird lange vor der Montage entschieden
Kurze Montagezeiten sind sichtbar. Die Arbeit, die sie möglich macht, beginnt deutlich früher.
Digitale Planung, früh geklärte Schnittstellen, ein hoher Vorfertigungsgrad und eine auf den Bauablauf abgestimmte Logistik greifen dabei ineinander.
Besonders bei modularen und seriellen Bauweisen lassen sich wiederkehrende Strukturen nutzen, um Prozesse zu standardisieren und größere Mengen effizient vorzubereiten. Gleichzeitig bleibt Raum für projektspezifische Lösungen dort, wo sie erforderlich sind.
So kann Holzbau dazu beitragen, enge Terminanforderungen verlässlich in den Gesamtbauablauf zu integrieren.
Beispiele aus der Praxis
Wie unterschiedlich die Zusammenarbeit zwischen Generalunternehmer und Holzbaupartner aussehen kann, zeigen unsere Projekte. Mal steht maximale Vorfertigung im Mittelpunkt, mal die Koordination komplexer Schnittstellen oder das Zusammenspiel verschiedener Materialien.
Gemeinsam ist ihnen eine zentrale Frage: Wie muss der Holzbau geplant sein, damit das Gesamtprojekt funktioniert?
Übernachtungsschutz, München
Vorgefertigt für einen engen Zeitplan
Beim neuen Übernachtungsschutz der Stadt München trifft eine Stahlbeton-Skelettstruktur auf eine Gebäudehülle aus Holzrahmenbauelementen.
Im Auftrag der Dobler Bauunternehmung realisierten wir rund 5.300 m² vorgefertigte Außenwandelemente und 1.300 m² Holz-Alu-Fenster inklusive Sonnenschutz.
Die bis zu 10,5 Meter hohen Elemente bilden die Außenwand über mehrere Geschosse und wurden bereits im Werk weitgehend vorgefertigt. Auch besondere Anforderungen wie kreisrunde Fenster, Zierelemente und das projektbezogene Brandschutzkonzept wurden dabei berücksichtigt.
Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglichte die Montage der Gebäudehülle innerhalb von nur zwölf Wochen.


Erich-Kästner-Gymnasium, Berlin
Wenn viele Schnittstellen zusammenspielen
Beim Neubau des Gymnasiums in Marzahn-Hellersdorf waren wir im Auftrag der Gustav Epple Bauunternehmung für die gesamte Umsetzung der vorgefertigten Holzfassade verantwortlich: von Planung und Fertigung über den Transport bis zur Montage.
Rund 6.020 m² Fassaden- und Dachelemente sowie rund 1.500 m² Holz-Glas-Fassade treffen hier auf anspruchsvolle konstruktive Details.
Isokorb-Anschlüsse, komplexe Geometrien und die Übergänge zwischen Pfosten-Riegel-Fassade und Holzrahmenbau mussten präzise aufeinander abgestimmt werden. Eine früh geplante Logistik ermöglichte die Just-in-time-Anlieferung und Montage der Elemente. In schwer zugänglichen Bereichen kamen dafür unter anderem Spider-Kran und Seilzugsysteme zum Einsatz.
Das Projekt zeigt, wie sich auch komplexe Schnittstellen durch frühzeitige Abstimmung und präzise Planung sicher zusammenführen lassen.


Cube One, Nürnberg
Hybrid gedacht, gemeinsam umgesetzt
Cube One ist das erste Gebäude der Technischen Universität Nürnberg und verbindet Holz mit recyceltem Beton zu einem sechsgeschossigen Hybridbau.
Gemeinsam mit der Gustav Epple Bauunternehmung als Totalunternehmen realisierten wir rund 4.219 m² vorgefertigte Decken- und Dachelemente, 2.739 m² Außenwände mit integrierter Tragstruktur sowie 127 m² Holz-Glas-Fassade.
Das Projekt stellt hohe Anforderungen an Vorfertigung und Produktionskapazität und zeigt zugleich, was entstehen kann, wenn unterschiedliche Kompetenzen und Materialien früh zusammengedacht werden.
Student Village ETH, Zürich
Große Dimensionen, präzise vorbereitet
Beim Student Village am Campus der ETH Zürich erhielten drei sechs- und siebengeschossige Wohnheime eine vorgefertigte Gebäudehülle aus Holzelementen.
Für BAM Swiss realisierten wir rund 7.770 m² Fassadenelemente mit insgesamt 750 Öffnungselementen. Ein Teil der Elemente ist gewölbt, einzelne Bauteile erreichen Längen von bis zu zwölf Metern.
Hohe Windlasten und das Gewicht der später montierten Keramikfassade stellten besondere Anforderungen an die statische Dimensionierung.
Das Projekt zeigt, wie sich große Mengen und individuelle Anforderungen durch präzise Planung und Vorfertigung miteinander verbinden lassen.


Was eine gute GU-Partnerschaft ausmacht
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht nicht durch einen einzelnen Faktor. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Planung, Verantwortlichkeiten und Umsetzung.
Eine frühe Abstimmung schafft Klarheit. Digitale Planung macht Schnittstellen sichtbar. Ein hoher Vorfertigungsgrad verlagert Arbeit von der Baustelle ins Werk. Und sinnvoll gebündelte Leistungen reduzieren den Koordinationsaufwand dort, wo mehrere Gewerke eng zusammenspielen.
So können Bauzeiten verkürzt, Abläufe besser planbar und komplexe Holzbauleistungen verlässlich in das Gesamtprojekt integriert werden.
Genau darin sehen wir unsere Rolle als Holzbaupartner für Generalunternehmer.
Häufige Fragen zur Zusammenarbeit mit Generalunternehmern
Idealerweise bereits in der Angebots- oder frühen Planungsphase. So können Konstruktion, Schnittstellen, Vorfertigung und Montage von Beginn an auf die Anforderungen des Gesamtprojekts abgestimmt werden.
Der Leistungsumfang wird für jedes Projekt individuell definiert. Neben klassischen Holzbauleistungen können insbesondere bei Gebäudehüllen angrenzende Gewerke und Komponenten sinnvoll zu einem erweiterten Holzbaupaket gebündelt werden.
Werden konstruktiv zusammenhängende Leistungen gebündelt, können Schnittstellen bereits innerhalb eines Leistungspakets koordiniert werden. Für den Generalunternehmer entstehen dadurch klarere Verantwortlichkeiten und weniger einzeln zu steuernde Übergänge.
Ein möglichst hoher werkseitiger Vorfertigungsgrad ermöglicht präzise Fertigungsbedingungen und kann den Arbeitsumfang sowie die Montagezeiten auf der Baustelle reduzieren. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend früh abgestimmte Planung.
Ja. Gerade im Holz-Hybridbau werden unterschiedliche Materialien gezielt miteinander kombiniert. Entscheidend ist, ihre Schnittstellen früh zu planen und den Holzbau auf das Gesamtsystem abzustimmen.
Die durchgängige digitale 3D-Planung bildet die Grundlage unserer Werkstatt- und Montageplanung. Sie verbindet Engineering, Fertigung und Montage und unterstützt die Abstimmung mit angrenzenden Gewerken.
Gemeinsam das Ganze im Blick
Generalunternehmer koordinieren das Gesamtprojekt. Wir bringen unsere Erfahrung im Ingenieurholzbau ein.
Je früher diese Kompetenzen zusammenkommen, desto besser lassen sich Konstruktion, Schnittstellen, Vorfertigung und Bauablauf aufeinander abstimmen.
Denn eine gute Partnerschaft beginnt nicht dort, wo der eigene Leistungsumfang anfängt. Sondern dort, wo man gemeinsam Verantwortung für das Ganze übernimmt.














