
Fondo Basile, Messina
Sozialer Wohnungsbau aus Holz für Messina
Das innovative und nachhaltige Projekt Fondo Basile in Messina ist ein Meilenstein im sozialen Wohnungsbau. Es schafft 60 Wohnungen, die auf drei unabhängige Gebäude mit jeweils vier Etagen verteilt sind. Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen der BewohnerInnen der lokalen „Baraccopoli“ – informelle Siedlungen, die durch provisorische Baumaterialien, ungesicherte Eigentumsverhältnisse, eine hohe Bevölkerungsdichte und fehlende öffentliche Infrastruktur gekennzeichnet sind – zu verbessern. Das ambitionierte Vorhaben geht dabei über die Bereitstellung von Wohnraum hinaus: Im Vordergrund steht die Regeneration des von sozialen Schwierigkeiten geprägten urbanen Raums. Damit ist es beispielhaft für die wegweisende Verbindung von nachhaltiger Bauweise und sozialem Engagement.
Projektspezifikation
In Zusammenarbeit mit Settanta7 haben wir von Rubner eine der anspruchsvollsten architektonischen Aufgaben übernommen: den Bau eines Gebäudes mit sanften, geschwungenen Linien. Die markante Krümmung der Struktur steht in starkem Kontrast zur Starrheit der umliegenden Gebäude.
Um diese innovative architektonische Konzeption zu vervollständigen, werden für die Fassaden lebendige Farben sowie Holzelemente verwendet. Diese schaffen einen klaren Bruch mit dem grauen, einheitlichen Erscheinungsbild der Vergangenheit.
Für das Projekt sind 2.200 m³ Massivholz (CLT) und 50 m³ Brettschichtholz (GLT) sowie 55.000 kg Stahl vorgesehen. Damit sollen Stabilität und seismische Sicherheit gewährleistet werden. Die Wahl von Holz als Hauptbaumaterial wurde durch seine schnelle Verarbeitungszeit und seinen geringen ökologischen Fußabdruck bestimmt. Moderne Fertigungsmethoden optimieren die Bauzeiten, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. So gewährleisten wir einen effizienten Ansatz in einem komplexen städtischen Umfeld.
Nachhaltigkeit und innovative Gestaltung
Bei der Planung des architektonischen Raums wurden die aktuellen Vorschriften und zeitgemäßen Standards berücksichtigt. Das Gebäude fungiert als „architektonischer Anziehungspunkt“, der die Gemeinschaft zur Interaktion einlädt. Die Wohneinheiten wurden so gestaltet, dass sie den neuen BewohnerInnen ein hohes Maß an Komfort und Lebensqualität garantieren und gleichzeitig eine umweltfreundliche Siedlung bieten.
Seismische Sicherheit und Baustellenlogistik
Das Projekt sah sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen neben der hohen Seismizität der Region auch logistische Einschränkungen aufgrund der großen Entfernung zur Betriebsstätte. Diese Schwierigkeiten konnten durch eine sorgfältige Planung der strukturellen Knoten und eine präzise Handhabung der Lasten bewältigt werden. So wurde ein reibungsloser Ablauf der Baustelle sichergestellt. Um die Effizienz zu maximieren, wurde ein zweites Montage-Team eingesetzt, das den gleichzeitigen Bau mehrerer Abschnitte des Gebäudes ermöglicht.










