Rubner News Haus: Ein Tiny-Kiosk für Mailand

09.09.20

NACHHALTIG, SOZIAL; KOMFORTABEL UND MULTIFUNKTIONAL: DER TINY KIOSK DER ZUKUNFT STAMMT VON RUBNER HAUS

In der Nacht kompakt, am Tag komfortabel und multifunktional, und dazu ganz aus Holz: Der innovative Tiny Kiosk von Rubner Haus - nach einem Projekt von ABC - Architekten Barban Cappellari aus Vicenza, ist die zeitgemäße Weiterentwicklung des Zeitungskiosks. Ein einladender, auf die Bedürfnisse des Zeitungsverkäufers zugeschnittener Raum, der die Umwelt und die Lebensqualität des Betreibers respektiert. Und außerdem allen Bürgern als Schnittstelle dient.

Der neue Kiosk, der am 1. Oktober eingeweiht wird, ist eine Hommage von Rubner Haus insbesondere an Omar Decimati, Eigentümer des alten Kiosks, und allgemeiner an die Stadt Mailand. Ein Zeugnis des Neustarts nach schwierigen Zeiten, und ein herausragendes Beispiel für eine Wohnqualität, die die Stadtarchitektur anstreben kann.

Konzept und Projekt

Ein tiny Kiosk für Mailand

Der Tiny-Kiosk von Rubner Haus

Die Idee ist jene des Hauses als ursprüngliche Zuflucht und Grundstruktur der Architektur. Der neue Tiny Kiosk von Rubner Haus besteht ganz aus Holz und ist von zweifacher Gestalt: Nachts wird er zu einer kompakten Form geschlossen, mit anthrazitfarbenen Einfassungen und Profilen aus Stahl und Sicht-Teilen aus lackiertem Holz, und tagsüber nimmt er dank einiger beweglicher Elemente seine ikonische Giebelform an, die den Innenraum besonders praktisch und funktionell macht.

"Holzbauten schonen die Umwelt"

Deborah Zani, CEO Rubner Haus

„Heute ist häufig die Rede von städtischer Regeneration als ein Weg, der Gemeinschaft Strukturen zur Verfügung zu stellen, die sich positiv auf die soziale Inklusion und Integration auswirken“. so Deborah Zani, Geschäftsführerin von Rubner Haus. „Der in der Regel an einem Platz oder an einer Kreuzung gelegene Kiosk ist einer der Orte des Austauschs und des gesellschaftlichen Lebens par excellence.

 

 

Wir haben darüber nachgedacht, wie der Zeitungskiosk des XXI. Jahrhunderts aussehen sollte, und dabei drei Grundaspekte identifiziert: ökologische Nachhaltigkeit, nachhaltiges Wohnen und ethisch-kulturelle Nachhaltigkeit. Sie alle haben als gemeinsamen Nenner den nachhaltigsten Baustoff überhaupt, das Holz. Holzbauten schonen die Umwelt; sie garantieren hohen Komfort und einen niedrigen Energieverbrauch. Sie nutzen einen nachwachsenden Rohstoff, der sich auf natürliche Weise in das Stadtbild und in die gesellschaftlichen Beziehungen einfügt“.

"Mit seinem Material, seinen Formen und Farben fügt sich der funktionell konzipierte Kiosk harmonisch in den städtischen Kontext ein. Dadurch werden auch die Fußgängerzone und der ganze umliegende Bereich noch weiter aufgewertet."

 

Arch. Flavio Barban & Nicola Cappellari von ABC

Eine neu zu definierende Identität für Zeitungskioske

Der erste nachhaltige Tiny-Kiosk für Mailand

Die Krise der Zeitungen und generell der Printmedien hat das Verlagswesen erschüttert und zahlreiche Kioske zum Schließen gezwungen. Die noch bestehenden versuchen, sich neu zu erfinden: Einige verkaufen Spiele, DVD und Sammelbilder, andere setzen auf Dienstleistungen und kleine Erledigungen wie den Abholservice für die Reinigung, oder sie bringen den Kunden den Einkauf nach Hause. Die Pandemie hat die Bedeutung der kleingewerblichen, stadtteilbezogenen Tätigkeiten deutlich gemacht. Unter diesen ist der Kiosk zu einem wichtigen Bezugspunkt geworden.

Digital Talks

mit Luca Molinari studio

Im Gespräch mit Luca Molinari

LIVE auf unserem Instagram Kanal sowie vor Ort in Mailand

Die Einweihung am 1. Oktober erfolgt im Anschluss an eine Reihe von Events und Digital Talks mit namhaften Vertretern der Projektkultur, Architektur und des Designs. Veranstalter ist Luca Molinari, Kurator und Akademiker, Experte für Architektur und Projektkultur sowie Inhaber von Luca Molinari Studio. Auf den in den drei Wochen vor der Eröffnung stattfindenden Digital Talks zu Themen wie Nachhaltigkeit, Projektqualität und gesellschaftlichem Zusammenleben werden Alfonso Femia, Aldo Cibic, Benedetta Tagliabue, Mario Cucinella, Matthias Schuler und Matthias Sauerbruch sprechen. Ebenso werden, an den zwei Tagen vor der Eröffnung, Ilaria Valente, Andreas Kipar und Francesco Fresa sowie Sebastiano Leddi live auf unserem Instagramkanal an den Digital Talks teilnehmen.

 

Mario Cucinella

#sustainability: 08/09 18h LIVE

Gründet 1992 Mario Cucinella Architects (MCA) in Paris, und 1999 in Bologna. Im Mittelpunkt der Arbeit und der Studien von Cucinella stehen eine exzellente holistische Planung, die Nachhaltigkeit von Gebäuden und eine rationelle Ressourcennutzung.

Matthias Schuler

#sustainability: 08/09 18h LIVE

Matthias Schuler ist einer der Direktoren von TRANSSOLAR Energietechnik, Stuttgart. 1992 gründete er in Stuttgart die Firma TRANSSOLAR Climate Engineering. TRANSSOLAR konzentriert sich auf neue Strategien der Energieeinsparung und Komfortoptimierung durch einen ganzheitlichen Ansatz für Gebäude und Stadtplanung.

Aldo Cibic

#sociality: 15/09 18h

Der namhafte Architekt, Designer und Forscher Aldo Cibic gründete Ende der 80er Jahre Cibic Workshop. Das bewusst vielseitig orientierte Büro leitet kompetent Projekte unterschiedlichster Art und Größe, von der Architektur bis zur Innenplanung, von Design bis zu Multimedia und Umweltentwicklung.

Benedetta Tagliabue

#sociality: 15/09 18h

Benedetta Tagliabue ist Direktorin des internationalen Architekturbüros Miralles Tagliabue EMBT, das sie 1994 gemeinsam mit Enric Miralles in Barcelona gründete. Seit 2010 ist es auch in Shanghai ansässig. Das Büro arbeitet in den Bereichen Architektur, Planung öffentlicher Bereiche, Innendesign und Industriedesign.

 

Matthias Sauerbruch

#quality of the project: 22/09 18h

Matthias Sauerbruch gründete 1989 mit Louisa Hutton das Büro Sauerbruch Hutton, das er seitdem leitet. Sauerbruch Hutton ist ein internationales Büro für Architektur, Stadtplanung und Design mit Sitz in Berlin. Die wichtigste Ressource des Büros ist das Fachteam aus 120 Mitarbeitern, die in einem vernetzten, demokratischen und disziplinübergreifenden Ambiente in engem Dialog Aufgaben und Verantwortung teilen.

Alfonso Femia

#quality of the project: 22/09 18h

Alfonso Femia ist Gründer von Studio 5+1, das 2005 den Namen und die Form von 5+1AA srl annimmt und seit 2017 Atelier(s) Alfonso Femia heißt. Es entwickelt seit 2007, dem Gründungsjahr der Pariser Agentur, Projektthemen in einem auf drei Orte verteilten „Atelier”, das durch die Identität der drei Standorte Genua, Mailand und Paris geprägt ist. Ein multidisziplinäres Team arbeitet hier zusammen wie an einem einzigen Projektort und lässt dabei die verschiedenen Merkmale und Erfahrungen der drei Städte einfließen.

Andreas Kipar

Digital Talk 29/09, 18.30 H

Andreas Kipar gründete 1990 in Mailand zusammen mit dem Agronomen Giovanni Sala das internationale Architektur- und Designstudio LAND ("Landscape Architecture Nature Development"), das er heute leitet. LAND verwaltet von Italien (Mailand) aus Landschafts- und städtische Projekte im öffentlichen Raum weltweit mit Niederlassungen in Deutschland (Düsseldorf) und der Schweiz (Lugano).  

Ilaria Valente

Digital Talk, 29/09 18.30 H

Ilaria Valente ist Professorin für Architektur und Städtebau an der Fakultät für Architektur und Urbanistik des Politecnico di Milano (DAStU). Sie hat in architektonischer Komposition promoviert (1992 - IUAV Venedig), lehrt und forscht seit 1984, seit Januar 2016 ist sie Vorsitzende der Schule für Stadt- und Gebäudearchitektur - Politecnico di Milano.  

Francesco Fresa

Digital Talk 30/03, 18.30 H

Francesco Fresa gründete 1996 zusammen mit Germán Fuenmayor, Gino Garbellini und Monica Tricario das Studio Piuarch in Mailand. Piuarch ist im Bereich der Architektur tätig, vom Entwurf von Bürogebäuden bis zum Einzelhandel, von der Entwicklung von Wohnkomplexen bis zur Stadterneuerung, wobei er stets auf die Werte der Umweltqualität setzt.

Sebastiano Leddi

Digital Talk 30/09, 18.30 H

Sebastiano Leddi ist Chefredakteur und Gründer der Zeitschrift Perimetro, "Mailand, wie Sie es noch nie gesehen haben". Das Projekt entspringt dem starken Bedürfnis, wieder eine Verbindung mit der Stadt herzustellen, mit dem Ziel, Mailand mit den Augen einiger der talentiertesten Fotografen der neuen Generation zu erzählen.