Post LZ Steiermark

13.500 Pakete pro Stunde unter dem Holzdach

In Kalsdorf bei Graz baute die Österreichsche Post ihr modernstes und größtes Logistikzentrum. In Konstellation einer ARGE mit dem Bauunternehmen Granit realisierte Rubner den Holzbau in rekordverdächtiger Bauzeit.

Holzbau ist schnell! 

Eine Halle in drei Monaten dicht zu bekommen stellt uns Holzbauer in der Regel nicht vor größere Schwierigkeiten.

Bei dieser "Halle" handelte es sich allerdings um das größte Logistikzentrum der Österreichischen Post mit einer Bruttogeschoßfläche von 27.170 m² und einem Bauvolumen von 300.000 m³.

Um die Aufgabe trotzdem zu bewältigen, spielten verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle. 

  • Versierte Werk- und Detailplanung der BSH-Tragstruktur, der vorgefertigten Dachelemente und der Wandpaneele
  • Zuverlässige Herstellung und Logistik
  • Reibungsloses Ineinandergreifen auf der Baustelle von Tiefbau, Hochbau, Holzbau und Fassadenmontage
  • Lückenlose Baustellenbetreuung und Koordination der Nachunternehmer durch permanente Bauleitung vor Ort

Auf einer 167.500 m² großen Grundstücksfläche, von der rund 25.000 m² verbaut werden, schafft die Post Arbeitsplätze für rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Fertigstellung des Logistikzentrums, in dem 13.500 Pakete pro Stunde sortiert werden können, erfolgte pünktlich im Sommer 2019.

Die Investitionen der Post für das neue Logistikzentrum belaufen sich auf insgesamt rund 60 Millionen Euro. 

 

 

 

Informationen zum Projekt

Ort Kalsdorf

Fertigstellung 2019

Bauherr Post & Co Vermietungs OG, Wien

Architektur IndustriePlan S+F ZT GmbH, Graz

Tragwerksplanung VP3 ZT-GmbH, Graz

Generalunternehmer ARGE Granit / Rubner

Größe 3.000 m³ BSH Konstruktion | 22.300 m² Dachelemente | 75 m³ Brettsperrholz

Realisiert wurden für die Logistikhalle mit Bürotrakt und Portiergebäude die Tragstruktur der Halle, Dachelementen und die Außenwände in Paneelbauweise.

Die Brettschichtholz-Konstruktion besteht aus Fichte-Trägern mit Querschnitten von 26/204 cm bis 26/260 cm und Spannweiten von maximal 30 Metern. Gesamt wurden 3.000 m³ BSH und 75 m³ CLT eingesetzt. 

Die 22.300 m² vorgefertigten Dachelemente habe eine Länge von 18 Metern, sind untersichtig mit OSB beplankt und erfüllen die Feuerwiderstandsklasse REI 30. 

Da sich die Baustelle direkt im Landebereich des Flughafens Graz-Thalerhof befand, mussten die Bauaktivitäten außerdem eng mit der Luftfahrtabteilung des Verkehrsministeriums abgestimmt werden.

Während der gesamten Montagezeit befand sich ein Bauleiter vor Ort, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Die riesige "Halle" konnte somit zuverlässig in drei Monaten "dicht" montiert werden.