Walden 48 - Mehrgeschosser in Massivholz

21.02.19

Richtfest am 21. Februar in Berlin. In der Landsberger Allee feierten die Bauschaffenden die Fertigstellung des Rohbaus „Walden 48“. Wie hängt der Projektname mit dem Holzbau zusammen?

Individuelle Wohneinheiten und sichtbares Holz

„Walden 48“ mit seinen sechs Geschossen, einer Fahrradtiefgarage, Gemeinschaftsflächen und insgesamt 5.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche besteht aus Massivholzwänden mit Holzbeton-Verbunddecken.

 

Die drei Fahrstuhlkerne als auch sämtliche Treppenläufe und dazugehörigen Treppenpodeste werden ebenfalls in Massivholz ausgebildet. Lediglich die Treppenhäuser wurden in Stahlbeton erstellt. Die mit 13 Metern Tiefe angelegten Wohneinheiten wurden durch Deckenspannweiten von 7,20 m ohne Stützen realisiert.

 

Das bietet den Bewohnern den größtmöglichen Gestaltungsspielraum mit loftartigen Wohnungen aber auch kleinteiligen Grundrissen, wobei die tragenden Wände und Deckenunterseiten vollflächig holzsichtig sind.

So wird’s erbaut, nicht viele haben dran geglaubt.

"Alles aus Holz! – So wird’s erbaut, nicht viele haben daran geglaubt“, hielt Zimmerermeister Stephan Pinkel in seinem Richtspruch fest, den er anlässlich des Richtfestes von „Walden 48“ am 21. Februar am Baugerüst kundtat.

„Nachhaltig und ökologisch soll es sein, effizient und schön noch oben drein.“ Die festlichen Worte des Zimmerermeisters werden und wurden dank Rubner Holzbau als beeindruckendes Ergebnis realisiert, womit Berlin um ein weiteres holzarchitektonisches, sehenswertes Juwel reicher ist.

 

„Wir schätzen am Baustoff Holz besonders die ökologischen Materialeigenschaften und die ästhetische Wirkung von sichtbaren Holzoberflächen. Holzkonstruktionen sind prädestiniert für das  energiesparende Bauen, sie können vorgefertigt werden und verkürzten so die Rohbauzeit mit 31 Kalenderwochen auf knapp über ein halbes Jahr“, erklärt Architektin Susanne Scharabi vom gleichnamigen Berliner Architekturbüro.

 

Gemeinsam mit Anne Raupach zeichnete das Scharabi-Team für das architektonische Konzept verantwortlich. Und Architekt Farid Scharabi ergänzt: „Holz ist unsere Mission. Als Architekten sehen wir uns in der gesellschaftlichen Verantwortung, umweltschonend und zukunftsfähig gerade im städtischen Kontext zu bauen.“

„Walden“ – das ist Henry Thoreau, die Wildnis, der Rückzug aus der industrialisierten Welt, die neue Verbindung mit der Natur.

„Walden 48“ – das ist die ressourcenschonende Stadt, das ist urbane Dichte in Holzarchitektur.

Eva Zimmermann