23 nachhaltige Wohneinheiten bei München

03.02.21

Der größte zusammenhängende Real-Estate-Auftrag

Die Schaffung von neuem Wohnraum im Großraum München, wozu auch Neubiberg im Südosten der Stadt zählt, hat sowohl für Politik als auch Bevölkerung oberste Priorität. Deshalb kann es durchaus als kleine Sensation bezeichnet werden, dass der Investor, die Immobilis Group, Rubner Haus mit der Realisierung und Errichtung eines ganzen Stadthaus-Ensembles in nachhaltiger Holzbauweise beauftragt hat.
Der Auftrag umfasst insgesamt 23 Wohneinheiten – auf 5 Einfamilienhäuser, 12 Doppelhaushälften sowie 6 Reihenhäuser aufgeteilt. Dr. Deborah Zani, Geschäftsführerin von Rubner Haus, erklärt im Rahmen der Vertragsunterzeichnung: „Für Rubner Haus ist dieses Projekt der größte zusammenhängende Real-Estate-Auftrag in der mehr als 50-jährigen Unternehmensgeschichte.“

Informationen zum Artikel

Bauort Neubiberg bei München

geplante Bauzeit 10 Monate

Fertigstellung 2022

Wohneinheiten 5 Einfamilienhäuser, 12 Doppelhaushälften, 6 Reihenhäuser

Natur als Philosophie

Ein besonderes Projekt

Bei der Umsetzung dieses Stadthaus-Ensembles wählte Thomas Fleischmann, Geschäftsführer der Münchner Immobilis Group, einen für diese Branche ungewöhnlichen Zugang: „Noch vor der Planung habe ich mir die Frage gestellt, wie die Wohnsiedlung in zirka 15 bis 20 Jahren aussehen soll, sodass man immer noch gerne darin wohnen möchte. Sehr schnell war klar, dass der alte Baumbestand auf dem Areal dabei eine zentrale Rolle spielt.“ Die Bäume bilden Treffpunkte und sind gleichzeitig das lebendige Symbol des Nachhaltigkeits-Gedankens, der sich als roter Faden durch das gesamte Projekt zieht.

Thomas Fleischmann geht weiter ins Detail: „Mit dem Besitz eines solchen Grundstücks trägt man auch eine Menge Verantwortung, so etwas muss man vernünftig entwickeln. Deshalb wollten wir lieber einen offenen und durchlässigen Lebensraum initiieren, anstatt eine weitere in sich abgegrenzte Kleingartensiedlung hinzustellen.“ Zwischen den Gebäuden und Bereichen werden keine Zäune errichtet oder Hecken gepflanzt, die Häuser sind somit tatsächlich Teil einer Gemeinschaft – und eines Gemeinschaftsgefühls. Sämtliche Objekte werden in Zukunft vermietet und sollen vor allem junge Familien ansprechen.

Die Projektentwicklung

Die Entstehungsgeschichte in Zeiten der Pandemie

Bemerkenswert ist auch die Entstehungsgeschichte dieses Projekts von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Aufgrund der Corona-Pandemie war es nötig, die Projektplanung völlig neu zu organisieren und auf die aktuellen Rahmenbedingungen und Vorschriften abzustimmen. Deshalb hat man die Projektsteuerung einem erfahrenen Spezialisten für die Realisierung anspruchsvoller Bauvorhaben übertragen: dem in München und Hamburg ansässigen Unternehmen VITZTHUM Projektmanagement.

Dass VITZTHUM zudem oft und erfolgreich mit Südtiroler Firmen arbeitet ist ein weiterer Pluspunkt in der gemeinsamen Projektrealisierung mit Rubner Haus. Dr. Deborah Zani berichtet: „Die Zusammenarbeit zwischen der Immobilis Group, Kartenbeck und Lang Architekten sowie VITZTHUM und Rubner Haus ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Nur so war es möglich, unter diesen Rahmenbedingungen einen solchen Abschluss auszuarbeiten.“ Da das Baugewerbe in Deutschland zu dieser Zeit nicht gänzlich stillgestanden ist, war es erlaubt, parallel zu einer Vielzahl an Online-Meetings auch vor Ort in München Abstimmungen vorzunehmen.

Lokale Besonderheiten mit einbeziehen

Regionale Stilistik aufgreifen und neu interpretieren

Hauptaugenmerk lag auf der engen Zusammenarbeit zwischen Rubner Haus und den Planern von Kartenbeck und Lang Architekten. Andreas Maria Lang erklärt: „Unsere Projektvorgabe war es, dieses Projekt mit ‚frischem Berliner Blick‘ zu betrachten.“ Die Distanz war dazu durchaus hilfreich. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass es nicht ohne Vor-Ort-Terminen und -Workshops in München und Südtirol funktioniert. Vor allem für die städtebauliche Einfügung der neuen Wohnsiedlung in die Umgebung war es nötig, die Gegebenheiten in Neubiberg persönlich zu kennen, um die regionale Stilistik aufzugreifen und neu zu interpretieren.

„Als größte Baukörper werden die Reihenhäuser an der Straße hin zum Rathausplatz errichtet, die etwas kleineren Doppelhäuser sind in der Mitte des Areals platziert, die Einfamilienhäuser befinden sich im hinteren Bereich des Grundstücks und sind mit ihren Wohnräumen und Terrassen zur alten Baumgruppe hin orientiert“, schildert Andreas Maria Lang die architektonische Aufteilung. Um den offenen und durchlässigen Charakter des Areals zu betonen, laden Wege dazu ein, sich zwischen den Objekten und inmitten des alten und durch frische Pflanzungen ergänzten Baumbestands zu bewegen.

Marktsegment „Real Estate“

Qualitätsanspruch und Know-How

Der Markt verändert sich. In den vergangenen Jahrzehnten konnte Rubner Haus seine Position als Spezialist für individuelle Holzhausprojekte festigen. Die Entwicklung skalierbarer Hausentwürfe für das Neubiberger Stadthaus-Ensemble stellt für Dr. Deborah Zani eine logische Weiterentwicklung des Portfolios von Rubner Haus dar: „Das ist keine Eintagsfliege, im Gegenteil, hier eröffnet sich ein neues Marktsegment. Selbstverständlich bleiben wir unserem Qualitätsanspruch treu und bringen unser Know-how rund um exklusive Einzelprojekte in die Entwicklung von Real Estate ein.“