Museum Fata im Calabria Sience Park

Ein Beispiel für nachhaltiges Bauen mit Brettschichtholz im Sila-Nationalpark.

Die "Stadt der Umweltwissenschaften FATA" in der Gemeinde Taverna (CZ) ist Teil des Museumsnetzwerks des Sila-Nationalparks, das kulturelle Dienstleistungen, wissenschaftliche Forschung, Umweltschutz, nachhaltige Erholungsaktivitäten und Gastfreundschaft vereint. Ein System, das darauf abzielt, auf die Begebenheiten des Ortes einzugehen, die Erwartungen der lokalen Bevölkerung zu erfüllen und die angestrebte soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Sila-Gebietes voranzutreiben.

Informationen zum Projekt

Brettschichtholz 385 m³

Stahl 1.800 kg

Die Initiative ist Teil der Aktivitäten zur Förderung von Schutzgebieten, Umweltbewusstsein und Bildung. Ziel ist es, ein wichtiges Gebiet innerhalb des völlig ungenutzten Sila-Nationalparks wiederherzustellen und zu requalifizieren und Infrastrukturen aus umweltfreundlichem und vollständig abbaubarem Material zu errichten, die der Bereitstellung von Rahmenbedingungen für Bildungsaktivitäten dienen.

Das Museum, das sich den vier Elementen – Feuer, Luft, Wasser, Erde – widmet, ist als ständiges Informationszentrum konzipiert. Es soll die Möglichkeit bieten, dass sich vor allem Schulen mit den vier Elementen und unserer Natur auseinandersetzen. Im inneren der Pavillons des Museums werden Aktivitäten angeboten, die den Besucher anregen, sich mit der näheren Umgebung und den natürlichen Ressourchen des Sila-Gebietes auseinanderzusetzen.

Die Grundidee hinter dem FATA-Projekt basiert auf dem Konzept des "Edutainment", einer Methodik, die in den großen nationalen und internationalen Bildungseinrichtungen verwendet wird und die es ermöglicht, Bildung mit Spaß genau dort zu verbinden, wo die direkte Erfahrung zum Grundstein der Bildungseinrichtung wird. Auf soziokultureller Ebene sieht das Konzept die Verbindung drei wesentlicher Elemente vor: das Schaffen als aktiven Prozess des einzelnen Besuchers, die Zusammenarbeit mit anderen, um die sozialen Beziehungen zu fördern und das individuelle Lernen. Das Museum soll den passenden Rahmen für diesen Lernprozess bieten.

Als Ergebnis einer mit rund 5 Millionen Euro dotierten Aktion von strategischem Wert für die lokale Tourismusentwicklung im Rahmen des integrierten lokalen Entwicklungsprojekts (PISL) "Natura: un ponte tra mare e montagna“ (Natur: eine Brücke zwischen Meer und Bergen) von Por Fesr Calabria 2007 - 2013 fungiert das FATA-Museum als Anziehungspunkt für den lokalen Tourismus von Sila Piccola, der Gemeinde Taverna.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Standort, an dem sich die Stadt der Wissenschaften befindet, von europäischer Bedeutung ist: Nach einigen internationalen Untersuchungen ist es der Ort, an dem man die sauberste Luft Europas atmen kann.

Die Struktur des Museums

Die Struktur des Museums besteht aus einem Erdgeschoss und einem ersten Stockwerk, die durch eine interne Treppe in Brettschichtholz verbunden sind.

Das Dach besteht aus einem Hauptrahmen aus radial angeordneten gebogenen Trägern und geraden Pfetten. Die 12 etwa 15 m hohen Mittelpfeiler identifizieren die "Mitteltrommel", den wichtigsten seismisch resistenten Kern des gesamten Daches. Im Inneren befindet sich ein kreisförmiges Oberlicht, dessen gebogene Hauptstrahlen in einem Metallring zusammenlaufen.

Entlang des Museumsumfangs befinden sich Arkaden aus gebogenen Balken und schrägen Säulen mit verschiedenen Winkeln, die alle durch ein Aussteifungssystem aus Metallstäben und -streben in Brettschichtholz verbunden sind.