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Architekt Hermann Kaufmann zu Gast bei Rubner

Die traditionelle Einladung zu einem hochkarätigen Werkstattgespräch in der Rubner Produktionshalle in Kiens wurde ein großer Erfolg!
250 Interessierte, vor allem Architekten und Planer, waren der Einladung der Rubner Gruppe und Architekturstiftung Südtirol gefolgt, Architekt Hermann Kaufmann aus Vorarlberg, in einem Vortrag über sein Schaffen im Bereich Holzbau informiert zu werden: Kaufmann ist ein Pionier des modernen Holzbaus in Europa, seit 2002 Professor für Holzbau an der Technischen Universität München. 2007 wurde er mit dem erstmals vergebenen Global Award for Sustainable Architecture ausgezeichnet. Das gesamtheitliche Berufsbild, das sich in Kaufmanns Biografie begründet, beginnt und endet nicht bei „schöner Architektur“, sondern definiert modernes Bauen als Teil des verantwortlichen Umgangs mit Natur und Landschaft. Für ihn besteht die Faszination des Holzes in der Symbiose dieses Baustoffs mit der Landschaft.

Das Werkstattgespräch spannte einen breiten Bogen von den Gründerjahren bis zu Zukunftsvisionen: Kaufmann sprach von den Problemstellungen beim Bauen mit Holz, den technischen, ökonomischen und gestalterischen Möglichkeiten des Materials, zeigte die unterschiedlichsten Gebäudetypen, von Einfamilienhäusern bis zu Wohnbausiedlungen, von  Einkaufszentren, bis Industriebauten, sowie verschiedenste Größenordnungen von kleinen Zubauten bis zu 10-stöckigen Geschossbauten.
Er wies darauf hin, dass es im Holzbau von Anfang an eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Planern und Ausführenden braucht,  dass es um Ehrlichkeit bei der Verwendung von Materialien geht, dass bei der Planung im Holzbau konstruktives Denken notwenig ist, dass die Ausführung immer komplexer wird  und der Erfolg und die Zukunft des Holzbaues schlussendlich von gut durchdachten Detaillösungen abhängt.

Von der Forschungsarbeit für die Ökozertifizierung ausgehend, berichtete Kaufmann von den großen Möglichkeiten des Holzbaues in der Reduzierung der Co2 Belastungen und der Energieeinsparung. Er wies auch darauf hin, dass es europaweit weder einheitliche statische Berechnungsgrundlagen noch einheitliche Gesetzgebungen bezüglich Brandschutz gibt, was für den mehrgeschossigen Holzbau noch viel Entwicklungsarbeit abverlange.

Vergleiche mit Südtirol ließen zum Schluss kommen, dass hier die Entwicklung im Holzbau noch in den Kinderschuhen stecke, aber gerade für Erweiterungen bestehender Bauten und Sanierungen der Holzbau auch hier große Potentiale berge.

Das besondere Ambiente des Veranstaltungsortes, eine für diesen Anlass von Rubner eigens vorbereitete Produktionshalle, gab den Anwesenden, die Möglichkeit, inmitten von gestapelten Holzbrettern den Ausführungen eines der führenden Architekten im Holzbau zu folgen, was bei den Teilnehmern sehr gut ankam.
 
 
 
 
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