Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
 
 

Gewölbter Kuppelbau in Paris

Raupe oder Gürteltier, tropfen- oder eiförmig? – der Renzo Piano Building Workshop in Paris hat dem soeben eröffneten Neubau für die Filmkunst-Stiftung Fondation Jérôme Seydoux Pathé in jedem Fall eine spektakuläre Form gegeben. Bei der Ausführung der ungleichmäßig gewölbten Dachkonstruktion aus Holz, Stahl, Aluminium und Glas arbeitete der Auftraggeber FRENER & REIFER - Komplettanbieter für die Gebäudehülle - mit Rubner Holzbau eng zusammen. Beide Unternehmen stammen aus Brixen in Südtirol.
Die außergewöhnliche organische Kuppelform besteht aus Brettschichtholz als primärer Tragkonstruktion sowie aus einer aufgesetzten Haut aus einer sekundären Stahl-Aluminiumkonstruktion und zweifach gekrümmten Isolierglaseinheiten. Rubner Holzbau fertigte in Brixen 32 BSH-Bögen aus Lärche (insgesamt circa 9 m³), die aufgrund der fließenden Dachwölbung alle unterschiedlich dimensioniert sind, maßgenau vor, damit diese auf die vormontierte Stahlkonstruktion passten. Die gering dimensionierten Lamellen sind nur 10 mm stark und 100 mm breit. Sie genügen mit wenigen und nur sehr kleinen Asteinschlüssen der geforderten sehr hohen Sichtqualität. Alle Bögen sind am Auflager 17 cm hoch, zum First hin steigt die Höhe auf bis zu 27 cm an. Ihre Länge erstreckt sich auf bis zu 9,5 m. Die Unterseite besteht jeweils aus einer durchlaufenden Lamelle, während die Oberseite individuell gemäß den statischen Erfordernissen und der Kuppelform exakt bearbeitet wurde. Da die Bögen die primäre Tragkonstruktion für die aufgesetzte Dachkuppel darstellen, war sowohl bei Vorfertigung als auch bei der Ausführung der Anschlussarbeiten vor Ort von allen Beteiligten höchste Präzision verlangt. Eine besondere Herausforderung stellte auch die Baustellensituation selbst dar, denn der Neubau liegt schwer zugänglich in einem beengten Hinterhof des 19. Arrondissements und ist von einem historischen Gebäudeensemble umschlossen. Letztlich musste für die abschließenden Montageschritte durch Rubner Holzbau und FRENER & REIFER selbst der Baukran teilweise demontiert werden, da er durch die Konstruktion ragte.
 
 
Zurück zur Liste
 
 
 
 
© 2016 Rubner Gruppe | MwSt-Nr. 00647870211 | Impressum | Cookies | Privacy | Sitemap Zum Seitenanfang